Informierter Konsens

Informierter Konsens” ist ein zentraler Begriff in der medizinischen Ethik und Patientenversorgung. Er bezieht sich auf die Prozesse und Kommunikation, die zwischen Arzt und Patient stattfinden, bevor medizinische Entscheidungen getroffen werden. Dieses Konzept ist eng mit der Patientenautonomie verbunden, also dem Recht des Patienten, informierte Entscheidungen über seine eigene Gesundheitsversorgung zu treffen.

Der Prozess beginnt typischerweise mit der Diagnosestellung durch den Arzt, gefolgt von einer detaillierten Aufklärung des Patienten über die Diagnose und die verschiedenen verfügbaren Behandlungsoptionen. Aufgrund des fachlichen Informationsvorsprungs des Arztes ist es wichtig, dass der Patient klar und verständlich über alle Aspekte der vorgeschlagenen Behandlung informiert wird, einschließlich möglicher Risiken und Nutzen. Nur dann kann der Patient eine wirklich informierte Entscheidung treffen.

Gleichzeitig ist es für den Arzt wichtig, Informationen vom Patienten zu erhalten, insbesondere während der Anamnese. Diese Informationen können die Vorgeschichte des Patienten, seine aktuellen Symptome, Lebensstilfaktoren und andere relevante Details umfassen, die für die Diagnose und Behandlungsplanung wichtig sind.

Insgesamt betont das Konzept des informierten Konsenses die Bedeutung einer offenen, ehrlichen und respektvollen Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Es anerkennt die Rolle des Patienten als aktiven Teilnehmer an seiner eigenen Gesundheitsversorgung und respektiert sein Recht, Entscheidungen auf der Grundlage vollständiger und genauer Informationen zu treffen.

Informierter-Konsens-definition