Das Absorptionsprinzip

Was ist das Absorptionsprinzip?

Das Absorptionsprinzip, oder auch “Verschluckungsprinzip” genannt, besagt, dass bei mehreren Straftaten eine Strafe verhängt wird, deren Höhe innerhalb der strengsten Strafdrohung zu bemessen ist. Die weiteren Straftaten werden als Erschwerungsgründe berücksichtigt.

Mit dem Absorptionsprinzip soll verhindert werden, dass ein Täter mehrere Strafen für dieselbe Handlung erhält. Dieselbe Handlung kann eine Handlung im natürlichen Sinne sein, also ein Entschluss und eine Willensbetätigung, oder aber eine rechtliche Handlungseinheit, also die Zusammenfassung mehrerer Handlungen zu einer rechtlichen Bewertungseinheit. Ohne Absorption könnte das gesonderte Abstrafen des einheitlichen Lebensvorgangs insbesondere aber ein lebensfremdes Strafmaß resultieren.

Im österreichischen Strafrecht ist dem Absorptionsprinzip insbesondere in § 28 StGB Rechnung getragen.

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